Bundesverband der Rentenberater e. V.

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 05.11.2013

Der Bundesverband der Rentenberater e.V. unterstützt die Idee den Rentenbeitrag nicht zu senken – im Kampf gegen Altersarmut ist das aber zu wenig!

Für klein-klein gibt es von uns noch keine stehenden Ovationen“, sagt Marina Herbrich, die Präsidentin des Bundesverbands der Rentenberater e.V.

Wenn die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD in Berlin tatsächlich ergeben, dass der Rentenbeitrag eingefroren wird und Überschüsse für Leistungsverbesserungen eingesetzt werden können, dann wäre das nach Ansicht des Bundesverbands der Rentenberater e.V. ein erster Schritt in die richtige Richtung.

„Was wir im Kampf gegen Altersarmut wirklich brauchen, ist aber nicht das Schielen auf aktuelle Überschüsse der Rentenversicherung, sondern eine Große Rentenreform. Und die Frage ist ja, was die Verantwortlichen mit den Überschüssen machen wollen. Wenn die CDU/CSU das Geld für die bessere Anrechnung von Erziehungszeiten einsetzen will, um so ihre Wahlversprechen zu finanzieren, wäre das unglaublich. Mit den Kosten für die ‚Mütterrente‘ ausschließlich die Beitragszahler zu belasten und alle anderen aus dieser Verantwortung herauszunehmen, ist schlicht ungerecht.“, findet Herbrich.

Der Bundesverband der Rentenberater e.V. setzt sich für bessere Bewertung von Erziehungs-zeiten, die sogenannte ‚Mütterrente‘, aber auch für die Anrechnung von erhöhtem Bildungsaufwand ein. Da es sich hier um gesamtgesellschaftliche Aufgaben handelt, sollte die Finanzierung aber auf keinen Fall aus den Überschüssen der Rentenkasse erfolgen, sondern aus Steuermitteln.

Was eigentlich fehlt, ist der ganzheitliche Entwurf für eine große Rentenreform, beklagt die Präsidentin des Bundesverbands der Rentenberater e.V. „Um wirklich wirksam gegen Altersarmut vorzugehen, benötigen wir a) eine Mindestrente ohne Zugangsbeschränkungen oder Einstiegsklauseln, wie zusätzliche private Vorsorge. Die bis 1992 gängige Praxis der Berechnung nach Mindestentgeldpunkten scheint uns aktuell die beste Lösung. Wir brauchen b) die Neuregelung der Erwerbsminderungsrenten. Und diese Leistungen sollen auch aus den Beiträgen finanziert werden. Und c) muss die betriebliche Altersvorsorge stärker ausgebaut werden. Nicht nur die Arbeitnehmer, auch die Unternehmen müssen einen Beitrag leisten.“
 
Für den Bundesverband der Rentenberater e.V. sind im Kampf gegen Altersarmut die folgenden Punkte von zentraler Bedeutung:

  • Beitragssatz bei mindestens 20% festschreiben
  • Nutzung der Überschüsse für Leistungsverbesserungen
  • Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge
  • Wiedereinführung der Rente nach Mindestentgeldpunkten
  • Neuregelung der Erwerbsminderungsrente
  • Bessere Bewertung der Kindererziehungszeiten und die Anrechnung von erhöhtem Bildungsaufwand, diese Leistungen müssen aus Steuermitteln finanziert werden

Der Bundesverband der Rentenberater hält die Stärkung der gesetzlichen Rente und den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge für die sinnvollsten Mittel im Kampf gegen Altersarmut. „Mit der Rentenversicherung haben wir ein wirklich starkes Instrument, das allerdings von der Politik in den vergangenen Jahren vernachlässigt wurde. Der Schwerpunkt lag bei zusätzlicher privater Vorsorge und daran haben nur die Versicherungen verdient. Geringverdiener und Teilzeitkräfte haben dafür überhaupt kein Geld übrig.“, sagt Marina Herbrich, die Präsidentin des Bundesverbands der Rentenberater e.V.

Der Bundesverband der Rentenberater e.V. arbeitet an einer Info-Kampagne zur Stärkung der gesetzlichen Rente, die in Kürze starten wird.


Der Bundesverband der Rentenberater e.V. ist seit 1976 die anerkannte Berufsorganisation der in Deutschland tätigen Rentenberater. Rentenberater sind unabhängige Rechtsberater und nur ihren Mandantinnen und Mandanten verpflichtet. Sie können, wie Anwälte, ihre Mandanten im Rahmen ihrer Befugnisse vor Sozial- und Landessozialgerichten vertreten. Über den Bundesverband erhalten Ratsuchende fachkundige Hilfe in allen Fragen des Sozialversicherungsrechts sowie der betrieblichen und berufsständischen Vorsorg.

Kontakt:
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